Im Gesundheitszentrum wird weiter gebaut

Im Untergeschoss zieht im September Ergo- und Physiotherapiepraxis Sieglinde Maier ein

Wie die Bauarbeiten im Gesundheitszentrum weitergeführt werden sollen – damit hatte sich der Gemeinderat bei seiner ersten Sitzung in diesem Jahr zu befassen. Das war auch notwendig, denn ab 1.September will ins Untergeschoss die Ergo- und Physiotherapiepraxis Maier einziehen.

Zudem wurde beschlossen, dass die Straßenausbaubeitragssatzung aufgehoben werden soll. Aktuell ist im Gesundheitszentrum, das vor zwei Jahren in Ringelai erbaut wurde, nur Zahnarzt Dr. Seidl untergebracht. Dies wird sich im Laufe des Jahres 2019 ändern. Im September wird Physiotherapeutin Maier mit einer Ergo- und Physiotherapiepraxis die Räume im Untergeschoss beziehen, der Mietvertrag wird fünf Jahre laufen. „Die zwischenzeitlichen Probleme konnten geklärt werden, ich freue mich, dass die Räume ab September wie geplant genutzt werden können“, meinte Bürgermeister Max Köberl. Auf Wunsch von Maier wird es noch kleinere Änderungen in der Raumaufteilung geben. „Die Technik und Versorgungssysteme im Untergeschoss werden aber so auf- bzw. umgebaut, dass es gegebenenfalls auch in der Nutzung geteilt werden kann“, erläuterte Köberl. Er betonte, dass dies nur vorsichtshalber gemacht werde und man natürlich froh wäre, wenn der Mietvertrag auch länger als fünf Jahre laufen würde.

Johannes Fenzl vom Büro „Nigl und Mader“ erläuterte dem Gemeinderat die geplanten Maßnahmen und die zu erwartenden Kosten. „Der Verteiler im Eingangsbereich muss versetzt werden, damit später eine Abtrennung erfolgen kann, zudem wird alles für eine zusätzliche Toilette inklusive Waschbereich eingeplant und vorbereitet, so dass später nur noch die Installation erfolgen
muss“, erklärte Fenzl. Im Flurbereich könnten bei Bedarf schnell und unkompliziert Glaswände eingesetzt werden, dann wäre das Untergeschoss problemlos von zwei Mietern nutzbar. Auch die gesamte Elektrik wird angepasst, u.a. mit einer zweiten Klingel oder einem separaten Stromkreis für den Eingangsbereich, der dann extra abgelesen und abgerechnet werden könnte. Die Kosten halten sich mit einer Schätzung von 4800 Euro netto in Grenzen. Der Gemeinderat stimmte dem geplanten Aus- und Umbau im Untergeschoss einstimmig zu und zeigte sich erfreut über die Vermietung ab September.

Neben den Entscheidungen zum Gesundheitszentrum konnte der Ringelaier Gemeinderat auch die erst 2017 erlassene Straßenausbaubeitragssatzung („Strabs“) wieder aufheben. Diese musste damals erlassen werden als Auflage zur Konsolidierungshilfe, die die Gemeinde Ringelai seit einigen Jahren erhält. Diese Straßenausbaubeitragssatzung ist aber vom Bayerischen Landtag mittlerweile abgeschafft worden und somit verliert auch die Ringelaier Strabs ihre Wirkung. Der Gemeinderat stimmte einstimmig für die Aufhebung der zum 1. Januar 2017 erhobenen Satzung mit Wirkung zum 1. Januar 2018. „Wir hatten Glück und mussten in dieser Zeit niemanden im Gemeindegebiet mit Kosten für den Straßenausbau belasten“, sagte Köberl abschließend.

Anhand des Grundrissplans des Untergeschosses im Ringelaier Gesundheitszentrum erläuterte Johannes Fenzl (stehend links) den Gemeinderäten die geplanten Änderungen, damit im Bedarfsfall eine unkomplizierte Teilung in zwei Mieteinheiten möglich ist. − Foto: Schaub

Quelle: PNP vom 24. Januar 2019